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Poker: Dame, König, As – Sucht?

Gronau. „Das ist eine neue Form der Spielsucht.“ Volker Grabkowsky von der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werks in Gronau stellt sich darauf ein, demnächst nicht nur gegen Drogen wie Alkohol, Nikotin und Co. kämpfen zu müssen.

Die Suchtberater haben eine neue Gefahr im Visier: Poker und andere Glücksspiele, wie sie aktuell per TV und Internet eine immer größere Anhängerschar finden. „Im Augenblick haben wir das Problem noch nicht, aber das kommt, davon sind wir überzeugt“, sagt Grabkowsky.
Das angekündigte Pokerturnier am Sonntag hat ihn zusätzlich sensibilisiert. „Ich bin erschrocken, wo das mittlerweile überall angeboten wird“, erklärte er gegenüber den WN.

Ob im Sport-Fernsehen, im Internet, in Buchläden oder Spielwarengeschäften – das Thema Poker ist allgegenwärtig, nicht erst seit dem Hype um den letzten James Bond Film „Casino Royale“, in dem sich der Geheimagent Ihrer Majestät mit Bösewicht „Le Chiffre“ einen Showdown am Pokertisch liefert.

Dass in der Realität Blätter wie ein Royal Flush oder ein Full House nicht die Regel sind, wissen auch die Veranstalter der German Poker Trophy, die das Turnier in Gronau organisiert haben: „Poker ist ganz klar ein Strategiespiel mit Glücksanteil“, sagt Christian Thielkes von M&T Marketing in Bocholt. Der 22-Jährige und sein gleichaltriger Compagnon haben vor acht Wochen begonnen, in der Region Poker-Turniere zu veranstalten. „Wir sind selbst erfasst worden von der Faszination“, erklärt Thielkes, der vorzugsweise übers Internet Poker spielt. „Das Suchtpotential besteht“, bekennt er. „Das hat man bei jedem Spiel, gerade wenn es um Geld geht.“

Genau hier aber liege die Gefahr, meint man bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS). Raphael Gaßmann warnt: „Man kann in unglaublich kurzer Zeit unglaublich viel Geld verlieren.“ Pokern sei bei den Spielen mit Suchtpotential vergleichbar mit einer Zigarette bei den stofflichen Drogen, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer der DHS. „Pokern hat eine hohe Ereignisfrequenz und es geht schnell aus.“ Mit anderen Worten: Der Kick kommt schnell und ist schnell wieder vorbei – genau wie bei einer Zigarette. „Je schneller die Wirkung einsetzt und je schneller sie vorbei ist, umso höher ist das Suchtpotenzial“, erläutert der Fachmann. „Hinzu kommt, dass es dann um beliebig hohe Summen Geldes geht.“ Gaßmanns Fazit: „Poker ist eine Einstiegsdroge schlechthin, und zwar eine harte.“Den gegenwärtigen Boom, den das Pokern in Europa und speziell in Deutschland erlebt, beobachte man mit entsprechender Sorge. „Wir sehen, wie hier ein Markt erschlossen wird. Da werden dreistellige Millionen-Summen investiert, um ein eigentlich für Zuschauer ereignisarmes Spiel als Sportart zu etablieren. In fünf Jahren läuft das dann von allein.“ Hintergrund: In den USA wurde das Glücksspiel per Internt vom Kongress im September 2006 wegen der Suchtgefahr verboten, nachdem dort binnen weniger Jahre ein florierender Markt mit schier unglaublichen Gewinnmargen entstanden war. Thielkes und Müller selbst zitieren in ihrer Veranstaltungsankündigung einen Spiegel-Artikel vom November 2006. Dort heißt es, dass infolge des US-Verbots 80 Prozent des Marktes zusammenbrachen. Zitat: „Die US-Firmen drängen nun verstärkt nach Deutschland.“

Auch Gaßmann vermutet hinter vielen Veranstaltern von regionalen Turnieren größere Auftraggeber und Finanziers, die Interessierte mit kleinen Startgeldern und attraktiven Sachpreisen locken, um dann mit den einmal der Faszination Erlegenen das große Geld zu machen. Mit diesem „Trick“ (Gaßmann) würden die gesetzlichen Auflagen für Glücksspiele umgangen. Gaßmann: „Letztlich ist das Anfixen.“

Thielkes beteuert, dass er und sein Partner rein aus privatem Interesse am Spiel als Veranstalter auftreten. Erst vor acht Wochen hätten sie damit begonnen, erklärte er den WN auf Anfrage. Um im Rahmen der Legalität zu bleiben, würden nur gesponserte Preise ausgegeben. Da das Startgeld 15 Euro nicht überschreitet, müssten die Veranstalter ihre Kosten nicht offenlegen. Den WN sagte Thielkes: „Es ist keine Goldgrube. Man kann es nur in der Masse machen.“ Seine Firma wolle Casino-Feeling schaffen und lasse „Texas Hold’em“ spielen – die gleiche Pokervariante, die auch im James Bond Film demonstriert wurde. 12 Turniere hätten sie bisher veranstaltet, jeweils mit Teilnehmerzahlen von 120 bis 280.

In Gronau rechne er mit mindestens 150 zahlenden Gästen. Thielkes: „Das ist ein ganz anderes Klientel als etwa in Spielotheken.“ Schließlich habe Poker nicht nur etwas mit Glück zu tun. „Bei den großen Turnieren sieht man immer die gleichen Köpfe an den letzten Tischen. Das ginge nicht, wenn alles nur Glück wäre.“

Grabkowsky bleibt skeptisch und will besonders Jugendliche frühzeitig auf die Gefahren der Spielsucht aufmerksam machen: „Das ist sicher auch eine Herausforderung für die Prophylaxe-Stellen im Kreis Borken.“

Gefunden unter: http://www.westfaelische-nachrichten.de/wna/lokales/kreis_borken/gronau/?em
_cnt=89002
1 02.08.2007 20:14 anders ist offline E-Mail an anders senden Beiträge von anders suchen
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