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Poker: Kommentar zum Zocker Student ....

Pokern mit Alex - Kommentar zu einer Pokerstory im Spiegel

Zocker Student am Pokertisch "Geduld ist mein Erfolgsrezept"
Von Christopher Haarhaus

Stellungnahme von Alex Lauzon (Pokerakademie.com) zu diesem Artikel

Poker und Spielsucht

Der von Christopher Haarhaus verfasste Beitrag über den Zocker-Studenten am Pokertisch, „Geduld ist mein Erfolgsrezept“, veröffentlicht im Spiegel am 9. Juli 2007, setzt sich in erster Linie mit der Frage auseinander, ob Poker letztendlich zu Spielsucht führt. Während Erik von Buxhoeveden es durchaus genießt, sich monatlich ein paar Hundert Euro zu verdienen, ohne sich als Kellner oder Nachhilfelehrer quälen zu müssen, folgt sofort die Warnung des Experten, Professor Tilman Becker von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim.

Eine durchaus korrekte Festestellung von Professor Becker ist jene, dass, sobald sich gleichstarke Spieler gegenübersitzen, es letztendlich der Zufall ist, der über Gewinn oder Verlust entscheidet. Das ist in jedem Fall richtig. Und so wie ein überlanges Turnier zwischen zwei absolut gleichstarken Schachspielern letztendlich in einem Unentschieden enden müsste, so führt der Zufall in der Kartenverteilung ebenso dazu, dass Gewinn und Verlust sich – unter wirklich gleichstarken Spielern – letztendlich immer ausgleicht.

Wie oft, jedoch, finden sich unter Millionen von Spielern wirklich ebenbürtige? Es gehört dabei übrigens auch zum Geschick des guten Pokerspielers, stärkere Opponenten als solche zu erkennen und zu meiden. Um jedoch zu verstehen, dass es, einen entsprechend langen Beobachtungszeitraum vorausgesetzt, Erfahrung und Geschick sind, die über den Erfolg entscheiden, möchte ich kurz erwähnen, woraus sich dieser Vorteil zusammensetzt:

1. Korrekte Berechnungen, sowohl in der Auswahl der Karten, auf die Einsätze geleistet werden, als auch auf die optimale Auswertung von Verbesserungschancen.

2. Das bestmögliche Erfassen der Spielweise der Gegner.

3. Das Täuschen der Gegner durch Variieren der eigenen Taktik.

Insbesondere der zweite und dritte der genannten Punkt erlauben eine uneingeschränkte Vielfalt an Möglichkeiten, die fast ausnahmslos zu Unterschieden in der Spielstärke führen.

Der eigentliche Vorteil beträgt praktisch immer nur wenige Prozentpunkte und ist durchaus mit dem Hausvorteil von bekannten Kasinospielen wie Roulette oder Blackjack zu vergleichen, der zwar vorübergehende Verluste zulässt, langfristig jedoch Gewinn garantiert, und das mit mathematischer Gewissheit. Äußerst wichtig ist dabei jedoch zu respektieren, dass es einen entsprechend langen Zeitraum in Anspruch nimmt, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen. So wie ein Roulettetisch an einem einzigen Tag mit Verlust fürs Haus abschließen kann, so passiert es routinierten Pokerspielern, und auch das mit mathematischer Gewissheit, dass sie an einzelnen Tagen Verluste akzeptieren müssen.

Zweifelsohne müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass jede faszinierende Beschäftigung letztendlich zu leidenschaftlichem Verhalten führen kann, ungeachtet ob sich um Computerspiele, ohne jeglichen Geldeinsatz, um Kauflust, Sport, Aktienhandel, das Sammeln von Briefmarken oder – und das nicht allzu selten – um sexuelle Interessen handelt. Seit langem ist der Begriff „Workaholic“ verbreitet, einen Menschen bezeichnend, dessen Interesse an der Arbeit alle anderen verdrängt.

Wie sieht es nun mit einem professionellen Pokerspieler aus, der sich – neben dem Spiel – für kaum etwas anderes interessiert und regelmäßig beachtliche Gewinne erwirtschaftet? Handelt es sich dabei um einen Workaholic oder um einen Spielsüchtigen?

Auch wenn der im Spiegel erschienene Beitrag darauf verweist, dass Suchterscheinungen zum Studienabbruch führen könnten (was übrigens auch nicht selten der Fall ist, wenn herkömmliche Studentenjobs, wie etwa Kellner, zu nennenswerten Einnahmen führen), so können wir doch davon ausgehen, dass es sich bei der immer öfter gestellten Frage, ob Poker zur Spielsucht führen kann, wohl eher um die Fälle handelt, in denen nicht nur Zeit, sondern auch Geld geopfert wird. Naturgemäß können nicht alle Spieler gewinnen, sondern immer nur ein bestimmter Teil davon.

Es gibt also Pokerspieler, und jeder Profi hofft durchaus, dass es diese auch für alle Zeiten geben wird, deren Geschick keineswegs zum Gewinnen ausreicht und die es trotzdem immer wieder versuchen, immer wieder Geld an den Tisch bringen. Wo ziehen wir nun die Grenze, wo könnte der Gesetzgeben sich einschalten, um Einzelfällen die finanzielle Katastrophe zu ersparen?

Diese Frage ist sicher eine heikle und nicht einfach zu beantworten? Sollte jemand daran denken, das Pokerspiel generell zu verbieten, so müsste dies ebenso zur Folge haben, dass alle staatlichen Kasinos geschlossen werden, in denen unumstritten gelegentlich Existenzen vernichtet werden. Natürlich müssten auch sogleich alle Spielautomaten aus Bars und Kneipen verschwinden. Es gibt auch Menschen, die unter Fettsucht leiden. Also, warum fordern wir nicht ein sofortiges Werbeverbot für Nahrungsmittel? Und wie viele Männer stehen so sehr unter dem Einfluss von Testosteron, dass sie keine Unkosten scheuen, um ihrem natürlichen Verlangen Befriedigung zu bieten? Was könnte in diesem Zusammenhang alles verboten werden?

Sollten wir in dem einen Fall von Selbstverantwortung reden und im anderen davon, dass der hilflose Bürger geschützt werden muss, so läge der Verdacht nahe, dass es vielleicht darum gehen könnte, wohin die, durch gelegentlich leidenschaftliches Verhalten produzierten, Gewinne fließen. Sammeln sich diese in den Kassen staatlicher Kasinos oder wandern auf Umwegen in die Beutel der Steuereintreiber? Oder wandern die Verluste in die Taschen anderer Bürger, die sich damit ihr Leben – oder ihr Studium – finanzieren?

Ich selbst kann mich zwar keineswegs als Experte bezeichnen, psychologische Aspekte oder Spielsucht behandelnd, doch unumstritten bin ich Experte in Fragen des Pokerspiels und des Glücksspiels im allgemeinen. In jahrzehntelanger Erfahrung habe ich eine Unzahl von Menschen beobachtet, die, leider, jegliche Kontrolle über ihr Spielverhalten verloren haben: auf der Pferderennbahn, im Kasino, an Spielautomaten – und auch am Kartentisch. Doch mit absoluter Gewissheit kann ich behaupten, dass die Zahl jener, die man in die Gruppe der Suchtgefährdeten reihen könnte, am Pokertisch um vieles seltener anzutreffen ist als bei jenen Spielen, bei denen nicht die Verbesserung des Geschicks, sondern nur ein kleines Wunder, zum Neutralisieren entstandener Verluste führen kann.

Den Menschen, die unglücklicherweise nicht zur entsprechenden Selbstverantwortung fähig sind, was immer die psychologischen Gründe dafür sein mögen, stehen seit vielen Jahren Hilfsorganisationen als Ratgeber – und vielleicht auch als Rettungsanker – zur Verfügung. Auch einem Pokerprofi ist keineswegs daran gelegen, seine Gegner in den Ruin zu treiben. Nachdem die Zahl der wirklich Gefährdeten an Pokertischen auch entsprechend gering ist, ist der Gedanke, dass die Gegner in solchen Fällen auf den Profit verzichten und sich durch entsprechende Ratschläge als Ehrenmänner zeigen, keinesfalls abwegig und sicher naheliegender als vom Staat verordnete Beschränkungen.

Gefunden unter: http://www.swisspoker.ch/newsflashartikel2.cfm?art=News&key=181272&selid=0&
parm=detail

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von anders: 10.07.2007 07:37.

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