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Wo Gemeinnützigkeit hinführen kann

Hohes Ansehen - Hohe Honorare
Zitat:
Köln - Die Mitarbeiter, noch mehr aber vermutlich viele der bundesweit mehr als 8000 ehrenamtlichen Helfer traf die Nachricht gestern wie ein Schlag: Im deutschen Komitee für Unicef mit Sitz in Köln-Zollstock sollen über Jahre hinweg große Beträge für Beraterverträge und für aufwendige Umbau- und Sanierungsmaßnahmen ausgegeben worden. Ein ausgeschiedener Mitarbeiter soll nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ für seine „Dienstleistungen“ zeitweise 16 000 Euro monatlich erhalten haben. Insgesamt habe der Ruheständler etwa 300 000 Euro erhalten, obwohl die Unicef-Satzung vorschreibt, dass niemand „durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt“ werden dürfe. Unicef-Geschäftsführer Dietrich Garlichs bestreitet die Vorwürfe.

Der großzügige Umgang mit Geldern, bei denen es sich vorrangig um Spenden handelt, war Ende Mai durch einen anonymen Brief an die ehrenamtliche Unicef-Vorsitzende Heide Simonis bekanntgeworden. Die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin erkannte sofort die Brisanz der Angelegenheit und berief den geschäftsführenden Vorstand zu einer Sondersitzung ein. Mit den Vorwürfen konfrontiert, soll Garlichs sich auf seinen Vertrag und die Unicef-Satzung berufen haben. Warum sich der geschäftsführende Vorstand mit den Erklärungen Garlichs' zufrieden gab und den kritisierten Geschäftsführer sogar entlastete, ist unklar. Dem Bericht der „FR“ zufolge weiß Simonis bis heute nicht, woher das Geld für die Mitarbeiter-Honorare stammte, und hat Garlichs vorgeworfen, den Umbau der Kölner Zentrale ohne formellen Vorstandsbeschluss in die Wege geleitet zu haben. Gestern wollte Simonis sich gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zu den Vorfällen nicht äußern.

Auffällig ist jedoch, dass die Kölner Unicef-Zentrale gestern eine Stellungnahme veröffentlichte, die nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ nicht mit Simonis abgestimmt worden ist. Darin heißt es, alle Behauptungen des anonymen Schreibens seien vom geschäftsführenden Vorstand im Juni und im August „im Detail überprüft“ worden. Ein ausgesprochenes Dementi aber enthält die Erklärung nicht. Der Umbau der Bundesgeschäftsstelle sei notwendig gewesen, um ihre Arbeitsfähigkeit herzustellen. Im Kern wird von Unicef bestätigt, dass die Geschäftsleitung einen „erfahrenen Mitarbeiter“, der gerade in Ruhestand ging, mit „verschiedenen Aufgaben betraut habe. Er habe „verschiedene EDV-Projekte umgesetzt“ und „kommissarisch“ den ihm vertrauten „Bereich Grußkarte“ geleitet. Wegen seiner „großen logistischen Erfahrung“ habe man ihm auch die Leitung der Bauarbeiten übertragen. Über Zahlungen, die an den früheren „Bereichsleiter Mittelbeschaffung“ geflossen sind, schweigt die Stellungnahme. Es soll sich um Tagessätze zwischen 700 und 850 Euro handeln.

Der vielseitig einsetzbare Rentner war offenbar nicht der einzige fürstlich honorierte „freie Mitarbeiter“. Nach Auslaufen seines Zeitvertrages soll ein anderer Ex-Unicef-Angestellter mit der Betreuung „verschiedener Projekte“ auf Honorarbasis betraut worden sein. Zu dessen Aufgaben soll das Akquirieren von Spenden gehört haben. Bis Mai 2007 soll seine Arbeit mit mehr als 190 000 Euro vergütet worden sein. Der Fundraising-Experte Michael Urselmann sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, normalerweise sei Unicef, gerade was Berater-Honorare angeht, „konsequent und kompromisslos sparsam“. Aber natürlich schaue er von außen auf das UN-Kinderhilfswerk, das einen tadellosen Ruf genieße, sagte Urselmann, Professor für Sozialmanagement an der Fachhochschule Köln.

Nach Einschätzung von Experten können Berichte über mögliche finanzielle Streitigkeiten bei Hilfsorganisationen gerade in der Vorweihnachtszeit verheerend wirken. „Wir sind in der Spenden-Hochsaison“, sagte Urselmann. Gerade hat Unicef seinen neuen Online-Spendenshop gestartet - das Angebot reicht vom imprägnierten Moskitonetz für 5,50 bis zur vollständigen Kreißsaal-Ausstattung (400 Euro).

Überrascht über die Vorwürfe zeigte sich auch Rupert Neudeck, Leiter des Hilfswerks „Grünhelme“. Er sei schon lange ein Kritiker des „Systems Unicef“, nicht aber einzelner Verantwortlicher und hätte auch für Geschäftsführer Garlichs bislang immer seine Hand ins Feuer gelegt. Offenbar ließen „aufgeblähte Strukturen solche Sumpfdotterblüten“ gedeihen, wie sie jetzt zum Vorschein kämen. Ihm missfalle, dass Unicef „immer weniger operativ vor Ort mit den Schmuddelkindern arbeite“. Im Lauf der Jahre habe sich Unicef „auf eine viel zu vornehme Ebene begeben“. Für problematisch halte er es grundsätzlich, wenn ein Einzelner über derart große Finanzmittel verfügen könne.

Auf seiner Internet-Seite geht das deutsche Unicef-Komitee auch auf die Kontrolle der Gelder ein - in den „Programmländern“ der Dritten Welt. Regelmäßig würden die Partner vor Ort überprüft, „um sicherzustellen, dass die Mittel nicht anders als vorgesehen verwendet werden“.
Gefunden unter: http://www.ksta.de/html/artikel/1195816856971.shtml
1 29.11.2007 15:28 anders ist offline E-Mail an anders senden Beiträge von anders suchen
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