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Zum Ende der Seite springen Österreich: Löst man Monopolprobleme in der Steiermark so?
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Österreich: Löst man Monopolprobleme in der Steiermark so?

Das ist das Ergebnis aus den gerichtlichen Niederlagen von Casinos Austria. Klingt zunächst doch auch gut, oder?

Mal sehen, wie realistisch es jetzt wohl weiter geht?

"Wir sitzen auf einer sozialen Zeitbombe"

Keine Geschäfte mit der Spielsucht: Die KPÖ sensibilisiert die Bevölkerung für das Thema Spielsucht, die im Wachsen begriffen ist.
ANDREA SEEBACHER

Wir sitzen auf einer sozialen Zeitbombe, und die Politik schaut weg und unterstützt diese Entwicklung sogar noch. In der Steiermark ist kaum mehr ein größerer Ort ohne Wettcafe", meinte gestern Ernest Kaltenegger, KP-Landtagsabgeordneter.

Die Vertreter der KPÖ haben es sich zur Aufgabe gemacht, gegen die Geschäfte mit der Spielsucht vorzugehen. In der Steiermark gebe es 4700 zugelassene Geldspielautomaten, und die Tendenz sei steigend. "Die Auswirkungen sind aber zum Teil katastrophal", meinte Kaltenegger. "Dort, wo es den Menschen am schlechtesten geht, sind die Angebote für Spieler am größten", so Kaltenegger. "Uns geht es in erster Linie um Betroffene an sich. Wir fordern mehr Therapieeinrichtungen, es gibt noch kein ausreichendes Angebot in der Steiermark an stationären Betreuungseinrichtungen. Wenn jemand zur Therapie bereit ist, muss rasch ein Angebot zur Verfügung stehen", betont der Landtagsabgeordnete. Kaltenegger ist überzeugt, dass Spielsucht ein Problem ist, das alle angeht, denn es müssten auch die Folgekosten der Sucht bezahlt werden.

Die KPÖ habe im Landtag zwar schon einige Anträge eingebracht, die aber noch nicht behandelt worden seien. Sowohl Kaltenegger als auch Werner Murgg, Leobens KP-Stadtrat, fordern rasche Schritte. "Wir haben eine Plakat- und Unterschriftenaktion gestartet, die wir am 2. Oktober im Rahmen einer Enquete zum Thema Spielsucht im Landtag überreichen werden", erklärt Murgg. Bisher habe man in den Orten, in denen die KPÖ politisch vertreten sei, bereits an die 5000 Unterschriften gegen die Geschäfte mit der Spielsucht gesammelt.

Gesetze

Es gebe kaum Betreiber des kleinen Glückspiels, die sich an Gesetze hielten. "Vorgeschrieben ist, dass man bei Automaten nicht mehr als 50 Cent auf einmal einsetzen und einen maximalen Gewinn von 20 Euro erzielen darf. Aber es hält sich niemand daran, das Gesetz ist nur Makulatur", kritisiert Kaltenegger. Üblich sei ein Einsatz von 15 Euro. Die KPÖ fordere die Einhaltung und Überprüfung der Bestimmungen für das kleine Glücksspiel und auch strenge Zugangsregelungen für Jugendliche. "Außerdem fordern wir ein Werbeverbot für Glücksspiel", betonen Kaltenegger und Murgg. Wie in Amerika solle auch bei uns Kreditkartenunternehmern verboten werden, Geldzahlungen für Internetspiele abzuwickeln.

Murgg ortet hinter dem Glücksspiel ein gesellschaftliches Problem, denn viele würden so geringen Lohn für ihre Arbeit bekommen, mit dem sie nicht das Auslangen finden könnten. Viele davon würden daher ihr Glück beim Spiel versuchen. Die KPÖ fordere weiters eine höhere Besteuerung bei Automaten und eine Standortabgabe für Wettcafes. So belaufen sich die Abgaben in der Steiermark für einen Automaten auf 400 Euro, in Wien liege diese bei 1400 Euro. Und auf dieses Niveau möchte die KPÖ die Abgaben angehoben wissen.

In der Steiermark seien 15.000 bis 16.000 Menschen Spielsucht gefährdet, 5000 seien spielsüchtig.
Gefunden unter: http://www.kleinezeitung.at/regionen/steiermark/leoben/498516/index.do
1 14.07.2007 16:07 anders ist offline E-Mail an anders senden Beiträge von anders suchen
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