Geschrieben von anders am 17.06.2007 um 10:44:
Rheinland-Pfalz schafft sich neue Versorgungsposten
Oder handelt es sich hier etwa nur um einen Hedge-Fond-Strategie?
Die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH überträgt nach 59 Jahren ohne wirtschaftlichen Grund Gesellschafteranteile an das Land.
Sportbünde nehmen Land als Gesellschafter von Lotto auf
· Positive Gespräche mit der Landesregierung
· Land übernimmt die Veranstalterrolle für Glücksspiele
· Sportbünde bleiben mit die tragenden Säulen
Das
Land Rheinland-Pfalz wird
mehrheitlicher Gesellschafter bei der
Lotto Rheinland-Pfalz GmbH. Diese Entscheidung ist das
Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen dem Land und den bisherigen Lotto-Gesellschaftern, den
Sportbünden Rheinland, Pfalz und Rheinhessen.
Die bisher unter der
alleinigen Führung der drei Sportbünde seit 1948 höchst erfolgreich für das Gemeinwohl tätige
Lotto Rheinland-Pfalz GmbH schafft mit diesem Schritt
entscheidende Voraussetzungen, um den Staatsvertrag für das Lotteriewesen in Deutschland, der nach Wunsch der Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer ab 1. Januar 2008 die
Monopolstellung der 16 Gesellschaften des deutschen Toto- und Lottoblocks für weitere vier Jahre verankern soll, zu ermöglichen.
Außerdem wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem, dass die
Veranstalterrolle für Glücksspiele und Wetten vom Sport an das Land Rheinland-Pfalz übergeben wird, um das Bekenntnis zum rheinland-pfälzischen Glücksspielmonopol klar zu dokumentieren. Das Unternehmen wird in Zukunft im Auftrag des Landes als
Durchführer der entsprechenden Angebote und Dienstleistungen fungieren.
Der
Sport als Gründer und bisheriger Besitzer wird weiter als Gesellschafter eine
bedeutende Rolle in der neuen Unternehmenskonstellation behalten. Die
Sicherung der Arbeitsplätze und des Verkaufstellennetzes hat nach wie vor auch im Sinne der sozialen Funktion des Spielerschutzes große Priorität.
Werbung und Sponsoring mit dem Ziel der sachlichen Information über legale Spiel- und Wettmöglichkeiten im wie bisher angemessenen und verantwortungsvollem Rahmen bleibt Teil der Unternehmensstrategie, weil es Lotto Rheinland-Pfalz und seinen Produkten ermöglicht,
seine bisherigen sozialpolitischen Aufgaben unter anderem im Rahmen des Spielerschutzes weiterhin wahrzunehmen.
Übereinstimmend für die Sportbünde haben der
geschäftsführende Vizepräsident Walter Desch (Sportbund Rheinland), der
Präsident Dieter Noppenberger (Sportbund Pfalz) und die
Präsidentin Karin Augustin (Sportbund Rheinhessen) die Notwendigkeit der aktuellen Veränderungen anerkannt.
Die Sportbünde hätten – gerade vor dem Hintergrund ihrer Möglichkeiten, den Menschen
unbedenkliche und gesundheitsfördernde Alternativen zu Freizeitbeschäftigungen mit Gefährdungspotenzial anzubieten – bei den Verhandlungen in
guter kooperativer Atmosphäre mit dem Land auch für die Zukunft eine wichtige Rolle des Sportes bei Lotto gesichert, so der Tenor der bisherigen alleinigen Gesellschafter von Lotto Rheinland-Pfalz.
Gefunden unter:
http://www.lotto-rlp.de/